Urlaub Limburg

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Provinz Limburg – die wechselvolle Geschichte des niederländischen Südens

Limburg mit der Hauptstadt Maastricht bildet den südlichsten Zipfel der Niederlande mit abwechslungsreicher Landschaft und allen Möglichkeiten für Naturaufenthalt und Wassersport. Vom Vierländereck bei Aachen ist es nur ein Katzensprung über die Grenze nach Holland. Die Eifelausläufer setzen sich als „Dutch Mountains“ in Südhollandals sanfte, fruchtbare Hügellandschaft fort.

Radsportler, die dem Lauf der Maas nach Norden folgen, werden immer tiefer in die Geestlandschaft mit ihren Seen und Flussausläufern eintauchen. In der Stadt Limburg wurde früher Steinkohle abgebaut, während bei Kerkrade und Heerlen noch Spitzkegelhalden vom Braunkohlenbergbau zeugen.

Provinz Limburg: Geschichte, Politik, Menschen und Kultur im Überblick

Zuallererst lebten Kelten an den Ufern der Roer, bis die Römer eine Brücke bauten und die erste Stadt Roermond an der Mündung von Roer und Maas gründeten. Der heutige Stadtteil Voorstad Sint Jacob erzählt noch von den Zeiten unter dem Herzogtum Guelders.

Nach den Kriegen gegen deutsche Truppen im 13. Jahrhundert gehörte Südholland von 1543 bis 1702 zu den spanischen Niederlanden durch den siegreichen Kampf des Herzogs von Toledo. Als Bastion der Gegenreformation erlebte Roermond die größte Hexenverbrennung in Europa auf dem Galgenberg im Jahre 1613.

Im 18.Jahrhundert befand sich Südholland unter den Fittichen des Habsburgischen Reiches trotz der Übergriffe durch die französische Revolution. 1814 wurde die Gegend von den Russen befreit und fiel als Provinz Maastricht an das Königreich Niederlande zurück.

1815 entstand die Provinz Limburg neu auf Beschluss von König Willem I. aus dem Département Niedermaas, denn er wollte den alten Namen wieder aufleben lassen und so erinnerte die Rückkehr der nördlichen und südlichen Niederlande in den Verbund an die 17 Provinzen der glorreichen Zeiten von Habsburg und Burgund.

Ab der belgischen Revolution kurz in belgischer Hand, wurde Südholland mit dem Londoner Protokoll von 1839 dann endgültig in eine belgische und eine niederländische Provinz geteilt. Auch heute noch ist Limburg politisch auf dem Dampfer der Unabhängigkeit unterwegs, denn in der wechselvollen Geschichte zwischen dem niederländischen Königshaus und dem Deutschen Bund des 19. Jahrhunderts wollte Limburg immer schon am liebsten unabhängig sein und das ist politisch heute noch so unter dem Motto – Limburg, genieße Dein Leben!

Südholland ist im Gegensatz zum Rest der Niederlande überwiegend römisch –katholisch. Neben der niederländischen Amtssprache sprechen die Limburger noch limburgisch, das mit französischen und deutschen Begriffen durchsetzt ist. Limburgs Belang, eine engagierte Heimatpartei, setzt sich für die Unabhängigkeit ein.

Die sprichwörtliche Kinderfreundlichkeit der Niederländer und der Sinn fürs Genießen beim Nachmittagskaffee oder Tee mit Koekjes machen Südholland für den Familienurlaub im Campingzelt oder gemütlichen Holzferienhäusern auf gepflegten Campingplätzen attraktiv. Natürlich muss der Besucher neben zahlreichen süßen Spezialitäten den berühmten Limburger Spargel und die Limburgse Vlaai, einen Obstkuchen mit Puddingfüllung probieren.

Limburg – Flair des niederländischen Südens und Touristenattraktion

Der Süden Limburgs beliefert ganz Holland mit Obst, denn hier ist der größte Obstbaumbestand. Leider wurde auch viel abgeholzt, um Kies zu schürfen. So entstand die zerklüftete Wasserlandschaft der Maasplassen mit Flussausläufern und vielen Seen, die jetzt zu Naherholung und Wassersport einlädt.

Vier Tourismusverbände sorgen für die Pflege der zahlreichen Campingplätze und Naturparks. Die Amstel Gold Race, ein jährliches Radsportrennen findet dort statt und schon vier Mal wurde die Straßenradweltmeisterschaft dort ausgetragen, im Jahre 2006 die Tour de France. Limburgs Mooiste zieht jährlich fast 10.000 Amateurradler aus ganz Europa an. Sehenswert sind die alten Gebäude, die an die Zeit der norddeutschen Backsteingotik in den Hansestädten erinnern wie das Venloer Rathaus.

Roermond: von den Römern über Habsburg zur Hansestadt und aktueller Wirtschaftsblüte

Roermond gehört zu den historischen Stätten, die wirklich eine Geschichte zu erzählen haben. Heute noch auf seinen Sonderstatus als jahrhundertelange Hansestadt stolz, besaß der Ort seit 1231 Stadtrecht. Die nach dem 2. Weltkrieg sorgsam restaurierte Altstadt im Stadtkern wird flankiert von den Türmen der St. Christopher Kathedral und des Munsters. Durch die von den Römern über die Maas gebaute Steene Brök konnten die Siedler und Invasoren erst das andere Ufer erreichen.

Seit 1441 gehörte Roermond als freie Hansestadt zur Hanse Liga. Seit 1912 hat Roermond sogar eine eigene Hymne. Die Stadt ist von einem grünen Gürtel umgeben und grenzt im Osten an den Meinweg National Park und das Leudal Tal, das von den Flüssen Swalm und Roer durchzogen, sogar wilde Tiere beheimatet und die einzige Gegend der Niederlande mit echten Giftschlangen darstellt. Die politischen Wechsel mit spanischen, deutsch-österreichischen, französischen und belgischen Einflüssen haben die Grenzstadt Roermond zu einem von Übergriffen und Verbrechen bewegten Pflaster gemacht, wo sich im vergangenen Jahrhundert noch IRA Terrorismus gegen britische Truppen ereignet hat.

Auch von Klimaeinflüssen blieb Roermond nicht verschont, denn die Überflutungen durch das heftige Ansteigen der Flüsse Roer und Maas von 1993 und 1995 sowie ein kleines Erdbeben von 1972 hinterließen einige Spuren.

Nichtsdestotrotz ist Roermond bei den Touristen nach wie vor beliebt wegen seiner schmalen bunten Stadthäuser und der engen Gassen mit allerhand Läden und Restaurants. Die Statue von P.J.H. Cuypers erinnert an den rührigen Stadtbürger und Architekten, der die Pläne für die Rekonstruktion des Munsters und der Altstadt entworfen hatte. Für die Besucher des berühmten Designer Outlet Roermond Modezentrums an der Stadsweide 2, nur 10 Minuten von der deutschen Grenze und eine halbe Stunde Autofahrt von Düsseldorf entfernt, auch am Wochenende bis 19 Uhr geöffnet, ist ein Besuch der gemütlichen Innenstadt ein Muss.

Valkenburg – Zwischen Radsportmekka und Thermenträumerei

Wer mit der Bahn die Strecke von Maastricht nach Heerlen fährt, sollte in Valkenburg unbedingt einen Stopp einlegen, denn diese holländische Kleinstadt, seit 2006 mit Rijnsberg zusammengelegt, besitzt eine liebenswerte Innenstadt mit netten Lokalen, einer Wasserburg und den Mergelgrotten, wo jedes Jahr ein unterirdischer Weihnachtsmarkt stattfindet.

Etwas außerhalb von Valkenburg, auf dem Cauberg, liegen die Burgruine Valkenburg an der Geul und die Thermae 2000, wo der Besucher in warmem Thermalwasser aus dem kalk- und mineralhaltigen Erdreich aus 400 m Bohrtiefe, bei 32° Wassertemperatur, in tropisch anmutender Umgebung wunderbar baden und entspannen kann zum sagenhaft günstigen Preis von 6 Euro. Am Abend kann dann der Tourist locker bei einem Besuch des weltberühmten Kasinos den Rest seines Urlaubsgeldes verspielen oder als Gast lieber den wetteifernden Berufsspielern zuschauen.

Heel – Camping vom Feinsten

Das Städtchen Heel ist in manchen Reiseführern kaum erwähnt, doch der Campingpark Heelderpeel mit seiner riesigen Fläche und dem Netz aus lauter Seen und Wasseradern dazwischen wird immer genannt.

Heel liegt 45 km von Maasgouw entfernt. Heelderpeel hat große Waldflächen, Wiesen und viel Strand an der See. Gemütliche kleine und größere Chalets im Blockhausstil können möbliert gemietet und auch gekauft werden für häufige Ferienaufenthalte. http://www.heelderpeel.nl/ bietet online gute Informationen. Noch dazu ist es möglich, in Heel den Maaspark Boschmolenplaas in unmittelbarer Nähe mit seinem schönen Yachthafen zu besuchen und bei Brasserie Boschmolenplas auf der Terrasse zu sitzen, um eines der zahlreichen einheimischen Biere zu probieren und zur Erholung den vorbeiziehenden Schiffen zuzuschauen.